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Dienstleister der Informationsgesellschaft: Wichtigster Impulsgeber für Innovationen ist die eigene Geschäftsführung
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Wichtigster Impulsgeber für Innovationen ist die eigene Geschäftsführung
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 13.07.2009
Die Dienstleister der Informationsgesellschaft, zu denen wissensintensive und IKT-Dienstleister gehören, waren in den vergangenen zwölf Monaten sehr innovativ. Etwa 40 Prozent der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot differenziert, indem sie beispielsweise Servicezeiten geändert oder ihr Angebot ergänzt haben. Rund 39 Prozent haben ihr Angebot ausgeweitet, indem sie sich beispielsweise neue Kundengruppen oder Marktsegmente erschlossen haben. Immerhin 18 Prozent der Unternehmen haben ihr Dienstleistungsangebot standardisiert. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft in Deutschland, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2009 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).
Die Innovationsaktivitäten sind für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Dienstleister der Informationsgesellschaft sehr wichtig. Dabei kommen die Impulse für Innovationen aus unterschiedlichen Quellen. „Für fast alle Unternehmen aus den befragten Branchen, die in den vergangenen zwölf Monaten innovativ waren, spielte die eigene Geschäftsführung als Impulsgeber die größte Rolle“, erklärt Jenny Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZEW. „Zweitwichtigste Quelle für Veränderungen des Dienstleistungsangebots waren mit jeweils rund 57 Prozent der Unternehmen die Kunden mit ihren Wünschen und Anregungen sowie die eigenen Mitarbeiter.“ Etwa 50 Prozent der Unternehmen wurden durch die Entwicklung des Marktes und durch die Wettbewerber zu diesen Innovationen angeregt. Nur bei den Werbefirmen, Architekten und IKT-Händlern, die in den zurückliegenden zwölf Monaten innovativ waren, war dies anders. Für sie waren die Wettbewerber und die Beobachtung des Marktes die zweitwichtigste Innovationsquelle. Für rund 68 Prozent der Werbefirmen, rund 61 Prozent der Architekten und rund 68 Prozent der IKT-Händler kamen die Impulse für Veränderungen des Dienstleistungsangebots aus diesen Quellen. Gesetzliche Änderungen spielen als Impulsgeber für Innovationstätigkeiten dagegen eine eher untergeordnete Rolle. Am ehesten führen gesetzliche Änderungen bei den Architekten (etwa 35 Prozent) und den technischen Beratern und Planern (etwa 36 Prozent) zu Veränderungen des Dienstleistungsangebots.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax: 06 21 / 12 35-333
meyer@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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