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Dienstleister der Informationsgesellschaft: Gute Stimmung bei den wissensintensiven Dienstleistern
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Gute Stimmung bei den wissensintensiven Dienstleistern
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 08.07.2010
Im zweiten Quartal 2010 hat sich die konjunkturelle Lage der wissensintensiven Dienstleister, zu denen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberatungen, Architekten, technische Berater und Planer, Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung, sowie Werbefirmen gehören, im Vergleich zum ersten Quartal 2010 deutlich verbessert. „Der Grund für den größeren Optimismus liegt vor allem in der positiven Bewertung der aktuellen Geschäftslage durch die wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen“,
erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. Die positive Bewertung der aktuellen Geschäftslage wird von optimistischen Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2010 begleitet. Vor allem die Unternehmensberater, die technischen Berater und Planer und die Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung sind die treibende Kraft dieser Entwicklung.
Dies zeigt eine Konjunkturumfrage, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im Juni 2010 im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).
Die Ergebnisse der Umfrage von ZEW und Creditreform bilden unter anderem die Berechnungsgrundlage eines Stimmungsindikators für die wissensintensiven Dienstleister. Dieser steigt im zweiten Quartal 2010 um 7,8 Punkte. Er liegt nun bei einem Wert von 63,3. Der Teilindikator, der die Bewertung der aktuellen Geschäftslage wiedergibt, steht im zweiten Quartal 2010 bei 60,1 Punkten, während er im Vorquartal mit 49,8 Punkten noch unter der kritischen Marke von 50 Punkten lag. Ein Wert des Indikators über 50 Punkten
signalisiert eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung gegenüber dem Vorquartal. Der starke Anstieg des Teilindikators zeigt, dass die wissensintensiven Dienstleister die Wirtschaftskrise überstanden haben. Der Teilindikator „Geschäftserwartungen“ legt ebenfalls um 4,7 Punkte zu. Er erreicht damit jetzt einen Wert von 66,6 Punkten.
Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft umfasst sowohl die IKT-Dienstleister als auch die wissensintensiven Dienstleister. Bei den IKT-Dienstleistern, also den Softwareunternehmen, den IT-Diensten, den IKT-Händlern und den Telekommunikationsdienstleistern, ist die wirtschaftliche Lage im zweiten Quartal 2010 nahezu unverändert. Der Stimmungsindikator für diese Teilbranche ist lediglich um 0,9 Punkte gestiegen und erreicht einen Wert von 58,9 Punkten. Die beiden Teilindikatoren, die
jeweils die Bewertung der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen widerspiegeln, verzeichnen einen ähnlich leichten Anstieg.
Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen des gesamten Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft hat sich im zweiten Quartal 2010 leicht verbessert. Der ZEW-Indikator Dienstleister der Informationsgesellschaft (ZEW-IDI) ist ein Stimmungsbarometer für die wirtschaftliche Situation in diesem Wirtschaftszweig. Er ist im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um 3,7 Punkte gestiegen. Der IDI-Teilindikator, der die Bewertung der Geschäftslage für das zweite Quartal 2010 wiedergibt, steigt um
4,9 Punkte auf einen Wert von 57 Punkten. Der IDI-Teilindikator, der die Einschätzung der Geschäftserwartungen widerspiegelt, nimmt im zweiten Quartal 2010 um 2,4 Punkte zu, und erreicht einen Wert von 65 Punkten. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Wirtschaftskrise.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax: 06 21 / 12 35-333
sarbu@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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Ihr Ansprechpartner
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Verband der Vereine Creditreform e.V. Herr Michael Bretz Wirtschaftsforschung
Tel.: 0 21 31 / 109-171 Fax: 0 21 31 / 109-176
analysen@creditreform.de
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